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Ein Beispiel für natürliche Heilkräfte: Die Pappel
 

 

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Die Lungauer Balsampappel (Populus trichocarpa 'Lungau') ist ein besonderer und seltener Baum: Er kommt in den heimischen Wäldern so gut wie nicht vor, im Salzburger Lungau gilt er hingegen als "Hausbaum"und wächst auf Bauernhöfen und Weilern. Woher sie stammt, darin scheiden sich sogar die Geister kräuterkundiger Frauen: Die ausgebildete TEH-Praktikerin (Traditionelle Europäische Heilkunde)Flora Löcker geht von einem Ursprung in Nordamerika aus, Rosalie Hötzer vom Trimmingerhof und Autorin des Buches "Pflanzenreich" glaubt eher, dass die Balsampappel mit den Türkenkriegen aus Kleinasien in den Lungau kam.
 




(c) kraeuter-und-duftpflanzen.de

 


(c) herbaria.plants.ox.ac.uk
 

 

Beim Harz der Balsampappel handelt es sich um einen wachsartigen, wohlduftenden Balsam mit desinfizierenden Eigenschaften, der schon von den amerikanischen Ureinwohnern gegen Erkältungen, Rheumatismus und bei Verbrennungen als natürliches Heilmittel verwendet wurde. Aus der frischen Rinde junger Zweige und aus jungen Blättern werden homöopathische Tinkturen oder salicylhaltige Extrakte gewonnen. Am meisten Verwendung finden die Pappelknospen (Gemmae populi), die ein ätherisches Öl und Gerbstoffe enthalten. Die deutsche "Kommission E" des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte betätigte den schulmedizinischen Nutzen von Pappelknospen bei oberflächlichen Hautverletzungen, äußeren Hämorrhoiden, Sonnenbrand und Frostbeulen. Inhaltsstoffe: Salicin, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle, Harze, Zimtsäure, Benzoesäure.

 

Pappelknospen: Man sammelt sie Anfang April, und zwar dann, wenn sie sich eben zu öffnen beginnen. Verarbeitet werden sie am besten frisch, können aber auch bei 35 Grad Celsius unter mehrfachem Wenden sorgfältig getrocknet werden. Sie riechen angenehm würzig und schmecken bitter. Medizinisch verwendet werden sie in Form von Pappelöl, Pappelsalbe und auch, als Tinktur. Eine kulinarische und gesundheitliche Delikatesse ist die Pappelmilch: Dazu werden einige Knospen in Milch bis zu 45 Grad erwärmt, nach 15 Minuten wird die Milch abgeseiht und nach Wunsch gesüßt. Für die Pappeltinktur setzt man die fast geschlossenen Knospen in 38%gem Korn an (halb mit Knospen, halb mit Alkohol befüllt), lässt die Mischung vier Wochen lang unter täglichem Schütteln stehen, filtriert sie anschließend ab und füllt sie in eine dunkle Glasflasche.

 


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Pappeltee: Für den kurmäßig anzuwendenden Teewerden neben den klebrigen Knospen auch Blätter und junge Rinde genommen. Der Tee wirkt harntreibend, entzündungshemmend, abschwellend, schmerzstillend. Er schmeckt nicht ganz so herb wie der Weidentee und kann deshalb in geringerer Dosierung auch Kindern verabreicht werden. Im Vergleich zur Weide wirkt die Pappel milder. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist ihre positive Wirkung auf die Haut.

 

 

 

Pappelsalbe: Man schmilzt 30g Bienenwachs, dazu kommen 180g Olivenöl sowie 2 TL Wollwachs. Die Zutaten werden erwärmt bis alles klar geschmolzen ist. Erst bei Handwärme 40g Balsampappeltinktur einrühren. Dann in Tiegel füllen und nach dem Erkalten mit Deckel verschließen und beschriften. Dieser Balsam ist ca. ein Jahr haltbar.
 

 


(c) wildfind.com
 


 

 

Quellen:

www.salzburgerland.com
www.wildfind.com

www.vitalakademie.at
ARGE Naturstoffe, Wien 2002, S. 178.

 

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